Sportliches
Im Montagstreff wird fleißig gesportelt. Die Mädels gehen walken und tun auch sonst so einiges um die Pfunde in Schach zu halten bzw. los zu werden.
Nun haben sie auch mit mitgerissen... ich nähe Wellnessanzüge. 
Nein... ich halte mich immer schon mit Radfahren fit, auch indoor, schwimme gern, aber diese sogenannten Wellnessanzüge trage ich überwiegend als Zuhause-Bequemkleidung, wenn abendliches Relaxen angesagt ist.
Bei diesem Modell ist mir allerdings ein kleiner Fehler unterlaufen,
ich hatte das Vorderteil im Stoffbruch zugeschnitten. Nun ist es eben
Pulli statt Jacke und ich habe mir schon einen Reißverschluss gespart.
 Kurzentschlossen bekam das Oberteil deswegen auch keine Kapuze, sondern ein Halsbündchen und eine Stickerei am Rücken, da diese nun ja nicht mehr von einer Kapuze bedeckt werden kann...
DenTeilungsnähten habe ich mit der Cover und einem Ziergarn im Oberleger einen sportlichen Touch verliehen. Allerdings war das teilweise ziemlich mühsam, da dick... weswegen ich dann auf die letzten Ziernähte an den Bündchen einfach verzichtet habe.
Am Schnitt musste ich einige Änderungen vornehmen. Was mir daran nicht gefallen hatte, können Sie
weiter unten nachlesen.
Die Ärmelbündchen habe ich auf ein "normales" Maß geschmälert, den
Ärmeln ab dem Ellbogen etwas mehr Weite gegönnt. Am Hosenbündchen habe
ich in die vordere Mitte ein Knopfloch genäht(Stretchknopfloch mit
Avalon unterlegt), darüber und drunter, in ca. 2 und 5 cm Höhe (an der fertigen Hose
gemessen) einen Tunnel gesteppt (lang eingestellter Zickzack), damit
ich eine Kordel durchziehen kann. Bei dem zuvor genähten Modell hat es
sich herausgestellt, dass die Hose ständig den Weg nach unten sucht... da half auch ein enger machen des Bündchens nichts.
Achja... die Fotos sind noch ungebügelt...
Der Nächste ist auch fertig. Hier wurden die Kapuzenansatznähte und Reißverschlusskanten mit einem passenden Baumwollband versäubert.
Für die Steppnähte habe ich einen Stretchstich meiner Pfaff 7570 zum Zierstich verdonnert.
Ich gebe jetzt auf... entweder wirft der Reißverschluss Wellen oder wenn man ihn noch strenger einhält, der Stoff. Dann eben gut well... ohne geht es anscheinend nicht.
Achja... beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen... nachdem ich meiner M-Büste stellenweise entwachsen bin (im umgekehrten Sinne), war ich auf der Suche nach einer S-Büste ohne extreme Taille, die ich noch nie hatte...
Nun bin ich fündig geworden, die "Neue" ist zufällig eine Hosenbüste. *freu*
Das etwas ältere Testmodell...
Orange Oberteile kann ich unmöglich tragen, da dieser weiche Bündchenstoff aber schon ziemlich lange herumlag, testete ich ihn jetzt für eine Hose.
Mal sehen wie er sich bewährt.
Die Hose hat einen hohen Bund, ebenfalls aus Bündchenware, was ich zuerst zwar etwas befremdlich fand, aber nach einem Test bei der Gymnastik sehr praktisch. Durch das hohe Bündchen bleiben Bauch und Rücken schön bedeckt und wenn es zu warm wird, kann es heruntergeschlagen werden.
Von daher hätte der Schnitt eine gute Note verdient... irgendwie muss die Firma aber das Rechnen verlernt haben, denn wäre ich nicht "gewarnt" worden und hätte nicht vorab den Schnitt nachgemessen, hätte ich mich ganz schön geärgert. Gehen wir mal davon aus, dass ein jeder, der des Lesens mächtig ist, elastischen Stoff nimmt... gehen wir weiter davon aus, dass es noch keinen elastischen Stoff gibt, der sich beim Tragen um zwei Größen zusammenzieht... dann wäre dieser Hosenschnitt etwa 2 Nummern zu groß. Juhuuu... ich hab wieder Größe 36...
Naja... spätestens bei der Jacke dazu kann man sich das wieder abschminken.
Hier könnte man denken, dass das, was an den Ärmeln in der Länge zuviel ist (nach der üblichen Kürzung um 3 cm), besser in der Ärmelweite drin wäre...
Okay, alles in allem finde ich den fertig genähten Wellnessanzug gelungen, aber ich ärgere mich wieder mal, dass ich wegen diesem einen Schnitt ein Heft gekauft habe, das m. E. in letzter Zeit in der Qualität sehr nachgelassen hat.
Man sieht es wieder sehr schlecht bei dunklen Farben, aber ich habe mir die Mühe gemacht und an der Kapuze eine Kappnaht genäht.
Die Steppnähte habe ich mit der Cover, Farbverlauf im Greifer und Versäuberungsnaht nach rechts aufgepeppt.
Auch hier ist Übung alles, man näht auf der linken Stoffseite und sieht nicht was auf der rechten passiert. Bügeln mit viel Dampf hilft zwar, aber anfangs sind die Ziernähte alles andere als super exakt geworden. Beim Nächsten wird aber alles besser...
Das Vorderteil sieht keinen Besatz vor, aber nachdem ich das nun schon bei mehreren Fleecejacken von der Konfektion gesehen habe und rein zufällig sogar das farblich passende Baumwollköperband zuhause hatte, wurde damit das Reißverschlussband "versteckt". Auch an der Ansatznaht der Kapuze ist dieses Band verwendet.
Das war zwar ein ziemlicher Zeitfresser, aber es sieht auch professionell und sauber aus.
Der dunkelblaue Sweat war übrigens Resteverwertung, ebenso die diversen Bündchen. Bis auf den Reißverschluss war alles Lagerware.
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