Ordner in Streifentechnik
Wie vertreibt man sich einen düsteren Feiertag?
Man kann gemütlich frühstücken, lesen, Wohnzimmerschrank teilumbauen und umräumen, kochen, Kuchen backen...
uuuund nachdem das alles erledigt ist... Restestreifen aus Patchworkstoff bügeln. 
Damit aber nicht alle denken, jetzt ist sie völlig übergeschnappt, erkläre ich gleich einmal was es damit auf sich hat.
Mein Ordner mit gesammelten Patchworkanleitungen, den Ausdrucken von
EQ6 sowie dem Artista Quilter platzt aus allen Nähten. Nachdem ich
dafür gerne ältere Ordner hernehme und diese aufpeppe, muss nun also
wieder einer verschönert werden. Diesmal eben mit einer Technik aus
lauter Resten von Patchworkstoffstreifen.
Da ich die Reste einfach in eine Holzkiste stopfe,
musste der Berg zuerst sortiert werden, die Streifen gebügelt, die
anderen Reste wieder in die Kiste gestopft, die nun schon merklich
leerer ist. Die gebügelten Streifen habe ich schon einigermaßen nach
Breite sortiert und mache mich nun ans zurechtschneiden, damit ich die
von der gleichen Breite zu einem langen Band zusammennähen kann.
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Inzwischen habe ich es geschafft, meine Streifen sind zusammengenäht und der Breite nach geordnet auf eine Papprolle aufgerollt.
Von rechts nach links 2,5 Inch, 2 Inch, 1,5 Inch, 1,25 Inch, 1 Inch
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Um zu sehen, wie lang mein erster Streifen sein muss, lege ich ihn um den Ordner und schneide danach ab. Er sollte etwas breiter sein, da das Ganze am Ende noch nach innen eingeschlagen und festgeklebt wird.
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Jetzt können die anderen Streifen ebenfalls auf diese Länge zugeschnitten werden. Ich sortiere sie am Tisch vor, wie ich denke, dass es am besten zusammenpasst und habe einmal mehr zugeschnitten, als der Ordner hoch ist. Den Abschluss soll dann wieder ein breiterer Streifen bilden, da der Abschluss, ebenso wie das untere Ende nach innen umgeschlagen und festgeklebt wird.
Jaaaa, es wird wieder ziemlich bunt, aber nachdem das ein Überzieher für einen Patchworkordner wird, ist das so gewollt.
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Ein paar mehr Streifen waren noch nötig, aber jetzt ist alles zusammengenäht.
Morgen geht dann die Kleberei los, nachdem die wichtigste Samstagsarbeiten erledigt sind.
Außerdem blieben noch genügend Streifen übrig, um einen zweiten Ordner damit zu überziehen...
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 Als nächstes lege ich den Ordner auf ein Volumenvlies und schneide genau an der Kante entlang ab.
Dies sollte man möglichst mit einer Papierschere machen oder einen alten Rollschneider benützen, da diese Vliese Scheren und Messer abstumpfen lassen.
Danach schmiere ich meinen Ordner mit Buchbinderleim ein (Bastelkleber geht auch) und klebe Stück für Stück das Vlies passgenau auf.
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Während der Trocknungsphase kann man schon einmal die seitlichen Ränder des Überzuges geradeschneiden. Ich habe den Rollschneider mit Zackenklinge benützt, man kann aber auch einfach gerade schneiden, da durch die Kleberei hinterher nichts mehr ausfransen kann. |
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Jetzt wird der Ordner auf die linke Stoffseite gelegt, ausgemittelt und zuerst die oberen und unteren Kanten, danach die seitlichen eingeschlagen und auf die bereits mit Buchbinderleim vorgestrichenen Kanten geklebt. Die jetzt noch sichtbaren weißen Kleberreste trocknen durchsichtig auf.
Da das Ganze ein wenig unter Spannung stehen soll, damit der Ordnereinband am Ende nicht schlabberig herumhängt, spanne ich die Kanten mit Wäscheklammern fest. Genau... dazu brauche ich die Puppenwäscheklammern immer, die in meinem Nähzimmer in einem kleinen Säckchen herumhängen.
Während der letzten Trocknungsphase ist völlig unspektakulärer Hausputz angesagt...
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 Da inzwischen alles getrocknet ist und der Staubsauger die ganzen Schnipsel, Fäden und Fusseln vom Teppichboden getilgt hat, kann ich den fertigen Ordner zeigen von vorn und hinten. |
Aber... der nächste steht schon an, denn zwischendurch ist ein neues Top fertig geworden.
Wenn die Streifen einmal auf der Rolle sind, geht es tatsächlich ganz fix. |
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